Ein 4:2 am Ende neben Stadionsuçuk und frisch gebrühtem Çay-Tee

Die nächste Niederlage, bei der deutlich mehr zu holen gewesen wäre. Wir trennen uns beim Türkspor 1973 mit einem 4:2.

Bei bestem Oktoberwetter stand für den TB Neckarhausen am Sonntag das Auswärtsspiel gegen Türkspor 1973 an. Versorgt mit Stadionsuçuk und frisch gebrühtem Çay-Tee stimmten sich die zahlreichen Zuschauer am Kunstrasenplatz des HöGy's auf die Partie ein. Das lässt das Amateurfußballerherz höher schlagen.

Im Kölner Keller konnte man das Klatschen des Balles laut und deutlich vernehmen

Geplagt von zahlreichen Ausfällen um Kapitän Sebastian Salkowski, forderte TBN-Coach Martin Geister von seiner jungen Truppe von Anfang an wach zu sein. Schlussmann Leander Geibel zeigte was damit nicht gemeint war, als er sich bereits nach 10 Minuten durch einen Freistoß ins Torwarteck überwinden ließ. Nur wenige Minuten später hätte es Elfmeter für den TBN geben müssen. Bei einem Angriff prallte der Ball klar an den ausgestreckten Arm eines Abwehrspielers. Selbst im Kölner Keller konnte man das Klatschen des Balles laut und deutlich vernehmen, der Unparteiische konnte jedoch kein Fehlverhalten erkennen. Ilias Tsivelekidis' Solo in der 21. Minute war nur durch einen beherzten Tritt auf den Knöchel zu stoppen. Doch gab es zwei gute Nachrichten für die Neckarhäuser: Nach kurzer Unterbrechung konnte Milti weiter machen und wird sich auch in Zukunft mit seiner Sirtaki-Gruppe treffen können. Timo Brenner trat zum fälligen Freistoß an und streichelte diesen zum Ausgleich in den linken Knick.

Auf eine Glanztat von Leander folgte die nächste

Trotz des 1:1 leistete sich die TBN-Defensive immer wieder Nachlässigkeiten. Nicht so Leander Geibel, der sich zwischenzeitlich kräftig an der Espresso-Trinkflasche bedient hatte. Eine Glanztat jagte die nächste, wodurch er Mitte der ersten Halbzeit seine Farben im Spiel hielt. Machtlos war er jedoch nach 36 Minuten, als sich die Offensive der Hausherren dazu entschloss einen Angriff auszuspielen. Die bisherige Taktik des Fallenlassen und Reklamierens war nicht aufgegangen. Stattdessen wurde auf der rechten Seite die Abwehr überspielt und nach Pass in den Rückraum stand es 2:1. Doch die Mannen des TBN zeigten im Anschluss große Moral. Der Pausentee brodelte bereits an der Seitenlinie als Knipser Jannik Heim goldrichtig stand und eine butterweiche Flanke von Timo Brenner nur noch einköpfen musste.

Mit 2:2 ging es in die Pause

Auch in Halbzeit zwei erwischte Türkspor den besseren Start. Jens Braun, der die ewige Eigentorschützenliste des TBNs uneinholbar anführt, konnte seinen Wert in der Elfmeterverschuldungstabelle um einen Punkt erhöhen. Mit dem abermaligen Rückstand taten sich die Buben aus Neckarhausen spürbar schwer und das Spiel verlor an Niveau. Der vom Keeper der 73er ausgerufene Matchplan bestand jetzt vor allem darin, den Jungs in Grün-Weiß auf die Socken zu geben und im Gegenzug Theatralik zu bieten die Martin Scorsese mit Stolz erfüllt hätte. Daniel Henzler zeigte den Beteiligten, dass er für solche Späße nicht zu haben ist. Nachdem er seinen Gegenspieler auf der rechten Seite im Laufduell vernaschte, stolperte dieser über die eigenen Latschen und blieb winselnd im Strafraum liegen. Daraufhin feuerte Henzler seine erste Flanke ins Allerheiligste des Nürtingers, konnte jedoch auch Versuch Nummer zwei nicht an den Mann bringen.

Die Mannschaft von Türkspor hatte Ihre Taktik jetzt verinnerlicht. Allen voran ging hierbei die eingewechselte Nr 17, der das Kunststück vollbrachte sich binnen zwei Minuten nach übermütigem Einsteigen gegen Timo Brenner und Julian Kirchner die gelb-rote Karte abzuholen. Viel Fußball wurde in der Schlussviertelstunde nicht mehr gespielt. Bei 73 holten sich noch die übrigen Kandidaten eine gelbe Karte wegen Reklamierens, so auch zwei Mitglieder des Betreuerteams. Auf Seiten des TB Neckarhausens musste Eric Kiel vorzeitig in die Eistonne. Den Haken an die Niederlage kritzelte dann erneut ein Freistoß. Niklas Koronowski setzte im Laufduell seinen stählernen Körper ein und brachte so seinen Gegenspieler aus dem Gleichgewicht. Der Schiedsrichter wertete dies als Foulspiel. Für das Highlight des Spiels sorgte Referee-Talent und Linienrichter Koussay, der sich nach einer Einwurfentscheidung ein Brüllduell mit den Nürtinger Anhängern lieferte. Der Unparteiische gab dabei den Heimfans recht.

Am Ende trennt man sich mit einem 4:2

Für den TBN wäre deutlich mehr drin gewesen und man muss sich ankreiden lassen hier nichts mitgenommen zu haben. Am nächsten Wochenende steht das Derby gegen 09 an und auch die kommenden Spieltage haben es in sich. Für Nürtingen 73 geht es bereits am Donnerstag weiter gegen den TSV Oberboihingen. Ob dort mit der heute an den Tag gelegten Spielweise etwas zu holen ist wird sich zeigen.

Autor: Sven Bauknecht

Vorschau

Sonntag, 01.11.2020, 14:30 Uhr
TB Neckarhausen gegen FV 09 Nürtingen

Der TBN empfängt am Sonntag zu Hause den FV 09 Nürtingen, der mit dem Tabellenplatz 9 definitiv die Favoritenrolle einnimmt. 

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