Die Nachwuchsliga des Schwäbischen Turnerbundes

Die Nachwuchsliga wurde vor Jahren vom Schwäbischen Turnerbund ins Leben gerufen, um jungen Turnerinnen, die sich auf dem Weg in die hohen Damenligen befinden, eine angemessene Plattform für ihr Können zu bieten. Genau das richtige für die Leistungsspitze der Mädchen aus der Turn-Talentschule Neckarhausen.
Hier gelangen Sie direkt zu den Ergebnissen des STB-Liga-Systems


2016: Neckarhäuserinnen dürfen jubeln

15.10.2016

Turnen: Die neun- bis elfjährigen Athletinnen erringen die Vize-Meisterschaft in der Württembergischen Nachwuchsliga

Riesenerfolg für die Turnerinnen des TB Neckarhausen: Beim Wettkampf in Hülben sicherten sich die TBN-Mädchen mit einer ausdrucksstarken Vorstellung den Titel des Vizemeisters in der Nachwuchsliga des Schwäbischen Turnerbunds (STB).


Die neun- bis elfjährigen Nachwuchsturnerinnen konnten bereits im ersten Durchgang vor den Sommerferien vor heimischem Publikum mit einem dritten Platz und hauchdünnem Rückstand auf Rang zwei überzeugen. Nun hatten sich Betreuer Sven Tittel und Janin Finsterbusch als Ziel im höchsten Mannschaftswettbewerb auf der Ebene des Schwäbischen Turnerbunds gesetzt, das zweitplatzierte, starke Team aus dem Leistungszentrum Ulm eventuell hinter sich zu lassen. „Das ist machbar, wird aber ein hartes Stück Arbeit“, kündigte Tittel an.

Nach intensiver Vorbereitung versuchten die Turnerinnen des TBN ihr Ziel in Hülben umzusetzen. Für Neckarhausen starteten im Wettkampf Mia Bönisch, Natalie Henzler, Pauline Wiedemann und Samara Mörbe aus dem Jahrgang 2005, Ciara Fast, Matilda Reimer und Kim Schober aus dem Jahrgang 2006 und als Youngster, 2007 geboren, Franziska Jooss und Sarah Tittel. Da an jedem Gerät nur fünf Turnerinnen starten dürfen und davon drei in die Wertung kommen, war auch die Entscheidung über den Einsatz der Mädchen nicht einfach.

Der TBN überzeugt gleich am ersten Gerät

Gleich am ersten Gerät konnte der TBN mit starken Übungen 9,5 Punkte von Henzler, 7,85 von Tittel und 7,5 von Bönisch einfahren. Letztere turnte sich bei ihrem ersten Einsatz nach ihrer schweren Armverletzung gleich in die Wertung. Am Ende lag Neckarhausen auf dem zweiten Platz an diesem Gerät und dieser Trend setzte sich weiter fort. Auch am Balken und Sprung erzielte das Team die zweitbeste Gerätesumme. Dabei war der Balken dieses Mal mit einigem Zittern behaftet. Nur zwei turnten ohne Sturz. Trotzdem durfte man mit den Ergebnissen durchaus zufrieden sein. Schober zeigte hier ihre bisher schönste Übung und erhielt mit 11,3 Punkten die höchste Wertung für die Mannschaft, direkt vor Tittel mit 11,2 und Henzler trotz ausgelassenen Schwierigkeiten aus dem Oberliganiveau mit 10,45. Fast war ebenfalls über der Zehn mit 10,15 Punkten, Jooss mit zwei Stürzen abgeschlagen (8,15).

Bei den nicht nur technisch anspruchsvollen, sondern auch choreografisch auffallend schönen Bodenübungen wollten es die TBN-Mädchen wissen und erkämpften sich am dritten Gerät den vordersten Rang, sogar vor dem haushohen Favoriten TSV Berkheim mit seinen Kadermitgliedern. Mannschafts- und Tagesbeste wurde Henzler mit 12,3 Punkten. Generell überzeugte die bereits im Frühjahr bei den Aktiven in der Oberliga eingesetzte Turnerin im ganzen Vierkampf mit tollem Leistungsniveau und turnte sich unter die besten der Vierkämpferinnen. Mit hervorragenden 11,3 Punkten lieferte Fast eine überzeugende Übung mit starker Ausstrahlung ab und auch Schober holte 11,2 Zähler für das Team. Jooss erhielt 10,55 und Tittel 9,00 Punkte.

Mit bester Laune absolvierten die TBN-Turnerinnen das vierte Gerät und sicherten sich damit vollends den zweiten Geräteplatz sowie Rang zwei im Wettkampf. Die Überschläge hatten allesamt ein hohes Niveau: Schober wurde mit ihren 12,0 Punkten lediglich von Kaderturnerin Häcker mit ihrem Tsukahara übertrumpft. Henzler war mit ihren 11,8 Punkten ebenfalls hervorragend dabei wie auch Fast mit 11,2 und Tittel mit 10,65. Da es 2016 keine zwei Staffeln in der Nachwuchsliga gibt, bedeutete dies gleichzeitig den Silberrang in der Ligaabrechnung. Trainerteam und Mannschaft waren entsprechend überglücklich über den Titel des Nachwuchsliga-Vizemeisters und stolz sich gegen die starke Konkurrenz großer Zentren und Vereine durchgesetzt zu haben.


2015: Ein überaus positiver Abschluss

20.11.2015

Turnen: TBN-Nachwuchs glänzt bei Landestalentiade und beim STB-Finale mit tollen Wertungen

Im Jahr des 15-jährigen Jubiläums der Turn-Talentschule in Neckarhausen beendete der TBN-Nachwuchs die Saison 2015 mit vier Teilnehmerinnen bei den Landestalentiaden und dem Auftritt der Nachwuchsligamannschaft beim STB-Finale in Ellhofen durchweg mit positiven Ergebnissen.

 

Für das Landesfinale beim Talentcup 1 hatten sich im Jahrgang 2008 Rosa Perilli und im Jahrgang 2009 Fabiana Maci qualifiziert. Beide Turnerinnen waren sehr aufgeregt, konnten sich bei starker Konkurrenz aber gut behaupten. In Geschlechter gemischten Gruppen erreichte Perilli einen hervorragenden dritten Platz und Maci einen sehr guten sechsten Rang.

Für Ylvi Bönisch und Julia Renzler ging es bei den 16 Stationen des Talentcups 2 um das Erreichen des D1-Kadertests des STB im Dezember. Unter anderem die fünf Hauptgeräte Sprung, Reck, Balken, Boden und Trampolin mussten in dieser Reihenfolge absolviert werden. Außerdem Zusatzstationen für Kraft, Gymnastik, Beweglichkeit und Schnelligkeit. Beide Turnerinnen meisterten die Qualifikation zum Landeskadertest am 6. Dezember in Stuttgart, was ein Riesenerfolg ist. Renzler belegte einen hervorragenden sechsten Platz mit 29,25 Punkten und Bönisch sicherte sich Platz elf mit 26 Punkten.

Die Siegerinnen aus der Nachwuchsliga Süd gingen diesmal in voller Besetzung an den Start des Ligafinales, wenn auch bedingt durch Krankheit und längerfristige Verletzungen nicht mit voller Kraft. Die neun- bis elfjährigen Nachwuchs-Leistungsturnerinnen des TB Neckarhausen durften sich in diesem Jahr keine Siegchancen ausrechnen, da die drei Hauptgegner SSV Ulm, TSV Berkheim und VfL Kirchheim etliche Kadermitglieder in ihren Reihen aufweisen konnten, die unter optimalen Bedingungen im KTF Stuttgart ein erheblich größeres Maß an Trainingsaufwand betreiben.

So richtete das Trainergespann Nicole Roth und Sven Tittel den Blick für die Mädchen bereits nach vorne, denn mit Luisa Fock, Helena Jooss, Maya Pulvermüller und Sina Tittel wechseln mit dem Jahresende altersbedingt gleich vier wichtige Stützen aus dem Nachwuchsbereich in die aktiven Ligen.

Lediglich Natalie Henzler und Samara Mörbe (beide Jahrgang 2005) stehen für 2016 noch zur Verfügung. Auch für Gastturnerin Nicola Riede (Wetzgau) ist der Einsatz für den TBN beendet. Daher sollten die Turnerinnen bewusst viele neu erlernte Elemente zeigen, auch wenn das Risiko eines Sturzes hier teilweise noch relativ hoch war.

Sehr hohe Ausgangswerte spiegelten dies wider: Pulvermüller zeigte beispielsweise am Balken mit dem freien Rad eine Höchstschwierigkeit, erhielt für ihre Übung 6,0 Punkte Ausgangswert und hatte auch ihre ausdrucksstarke Bodenübung technisch erweitert. Tittel als beste Leistungsträgerin des Teams turnte am Barren eine höchst anspruchsvolle Übung und zeigte auch am Sprung Bestleistung. Sie holte auch die höchste Wertung am Sprung. Jooss turnte nach längerer Trainingsreduzierung erstmals wieder einen vollen Vierkampf mit sicheren Übungen an allen Geräten. Fock wagte zum ersten Mal im Wettkampf am Balken die hochwertige Rückwärts-Kombination aus Bogengang und Menicelli und neue Schraubenelemente am Boden. Henzler hatte sich an allen vier Geräten deutlich gesteigert, turnte die beste Barrenwertung für die Mannschaft.

Wie hoch das Niveau dieser Liga ist, zeigt sich darin, dass es in der Endauswertung denkbar knapp war. Zwischen den ersten drei Plätzen ging es teilweise um Hundertstel Punkte. Kirchheim gewann vor Berkheim und Ulm, doch der TB Neckarhausen darf stolz sein auf den vierten Platz in diesem hochrangigen Wettkampf und auf die hoffnungsvollen Ausblicke auf Leistungen, die im nächsten Jahr gefestigt zum Erfolg der aktiven Mannschaften beitragen werden. Die Verbleibenden bewiesen ihre Fähigkeit, die Führungsrolle im Nachwuchsligateam zu übernehmen.



2014: TBN-Talente machen Titel-Hattrick perfekt

Turnen: Neckarhäuserinnen gewinnen nach einem Herzschlagfinale zum dritten Mal in Folge die STB-Nachwuchsliga

Was die neun- bis elfjährigen Leistungsturnerinnen aus der TBN-Talentschmiede am Samstag in Gäufelden vollbrachten, gelang noch keinem Team in der Geschichte der Nachwuchsliga des Schwäbischen Turnerbunds: In einem bis zur letzten Turnerin offenen Finalwettkampf holte der TB Neckarhausen zum dritten Mal in Folge den Titel an den Neckar. Wie schon im Vorjahr wurde Johanna Erb in ihrem letzten Jahr vor dem Wechsel zu den Aktiven als Siegerin der Vierkampfwertung ausgezeichnet - vor Melanie Burdukov und Emma Brittingham. Auch die Jüngeren brachten pünktlich zum Finale Spitzenleistungen. Der TBN profitierte allerdings vom kurzfristigen Ausfall Deutschlands bester Turnerin des Jahrgangs 2003.

Das Trainertrio um Nicole Gekeler, Sven Tittel und Boris Finsterbusch zog im Finale gegen Backnang, Hülben und Berkheim alle Register. Kurzfristig sollte Erb erstmals in einem Wettkampf am Sprung einen Tsukahara versuchen. Dieser hat einen um 1,6 Punkte höheren Ausgangswert als der in dieser Klasse übliche Handstützüberschlag. Da beim Sprung zwei Versuche zur Verfügung stehen, war das Risiko kalkulierbar. Als Einzige zeigte sie diesen Sprung und brachte ihn im zweiten Versuch sicher und mit der Tageshöchstwertung von 12,95 Punkten in den Stand. Damit beeindruckte der TBN die Konkurrenz gleich zum Wettkampfauftakt, denn auch Sina Tittel (11,9) und Maya Pulvermüller (11,55) trugen mit ihren nahezu perfekten Handstützüberschlägen zum Sieg in der Gerätewertung mit 36,4 Punkten bei, die sich aus den drei höchsten Wertungen der Teamturnerinnen zusammensetzt.


Am Stufenbarren ging es solide weiter. Die erst neunjährige STB-Kaderturnerin Natalie Henzler zeigte in ihrer bislang besten Barrenübung unter anderem eine saubere Felge in den Handstand, die mit 10,0 Punkten bewertet wurde. Erb, die noch vor einer Woche am Barren patzte, steuerte weitere 10,0 Punkte bei. Helena Jooss erreichte starke 7,60 Punkte, die von Tittel aber noch getoppt wurden, so dass deren 8,0 Punkte die dritte Wertung für den TBN darstellten. Die Gerätewertung ging allerdings an das favorisierte Team aus Berkheim.

Am Schwebebalken war es wieder einmal Louisa Fock, die mit ihrer sicher und elegant geturnten Übung (10,65) den Auftakt machte und damit den Teamkolleginnen den Einstieg am „Zittergerät“ erleichterte, an dem schon häufig vermeintlich sichere Sieger nach hinten durchgereicht wurden. Auch Natalie Henzler turnte mit hohen Schwierigkeiten und wie ihre Vorturnerin ohne Sturz. Sie erreichte auch hier starke 11,3 Punkte. Erb setzte mit 12,55 Punkten und der zweithöchsten Tageswertung noch etwas drauf, obwohl sie sich nach ihrem Rückwärtssalto nicht auf dem Balken halten konnte, dafür aber einen ausgezeichneten Strecksaltoabgang zeigte. Die 34,5 Punkte bedeuteten den Gerätesieg, dieser fiel mit 0,15 Punkten Vorsprung allerdings knapper aus als erhofft. In den Qualifikationswettkämpfen konnte der TBN den Verfolgern am Balken noch vier Punkte abnehmen.

 

Die TSG Backnang hatte nach dem Ausfall ihrer Spitzenturnerin Emelie Petz mit dem Ausgang nichts mehr zu tun und auch Hülben musste nach schwächerer Barrenvorstellung zur Halbzeit abreißen lassen. Da die Führenden aus Neckarhausen und vom TSV Berkheim in derselben Riege und damit an jedem Gerät direkt nacheinander turnten, erlebten die begeisterten Zuschauer mit den abschließenden Bodenküren ein Herzschlagfinale, das die jungen Turnerinnen des TBN mit beeindruckender Nervenstärke für sich entscheiden konnten. Pulvermüller (12,05) und Tittel (12,3), beide noch im Vorwettkampf beim Schafsprung beziehungsweise Strecksalto gestürzt, zeigten ihre bislang besten und ausdrucksstärksten Bodenküren, erhielten erstmals 12er-Wertungen und setzten den Verfolger damit unter Druck. Auch TBN-Schlussturnerin Erb legte nochmals zu. Ihr gelang mit einer eleganten Bodenkür mit schöner Schraube die zweithöchste Tageswertung von 13,6 Punkten. An diese 37,95 Gerätepunkte kam Berkheim um einen halben Punkt nicht heran, so dass Neckarhausen in der Endabrechnung mit 136,85 Punkten und lediglich 1,25 Punkten Vorsprung auf  Berkheim (135,6 Punkte) triumphierte.

 „Sicher waren die Topwertungen von Johanna ausschlaggebend. Wenn man aber bedenkt, dass wir in diesem Jahr im Gegensatz zur Konkurrenz außer ihr nur Mädchen aus den beiden jüngeren startberechtigten Jahrgängen im Aufgebot hatten, sind wir auch für die nächste Saison gut gerüstet“, sind sich die Trainer und Talentschulleiterin Susanne Tittel einig und verweisen darauf, dass mit Samara Mörbe noch eine weitere ganz junge und talentierte Turnerin im Team steht.

sb





24. November 2013: STB Nachwuchsliga - TB Neckarhausen wird Württembergischer Meister

http://kuti.stb-liga.de/index.php?option=com_news

http://www.youtube.com/watch?v=h8Loz6au9TI

Die Nachwuchsliga ist die Plattform für die neun- bis elfjährigen Turntalente, die sich später in der Deutschen Turnliga beweisen wollen. Nachdem sich der TBN per Heimerfolg ins Finale turnte, gelang am Sonntag in Spaichingen der große Coup. Mit kaum möglich gehaltenem Endspurt schoben sich die Mädchen im letzten Moment an den Favoriten aus Berkheim und Heidenheim vorbei zur Meisterschaft. In der Qualifikation noch Vierte und Dritte, konnte Erb in der Vierkampf-Einzelwertung bereits in ihrem zweiten Nachwuchsligajahr die Konkurrenz am Ende klar hinter sich lassen.

Die glückliche Nachwuchsligamannschaft des TB Neckarhausen auf dem obersten Treppchen: Lucie Rehm, Lina Bronni, Emily Gauder, Johanna Erb, Maya Pulvermüller, Kim Ruoff und Sina Tittel.

Der Wettkampf begann für den TBN am Boden. Dem Trainergespann um Sven Tittel, Nicole Gekeler und Boris Finsterbusch war klar, dass im Finale neue Schwierigkeiten gezeigt werden mussten, um bestehen zu können. Maya Pulvermüller zeigte erstmals einen Strecksalto und kam mit guten 10,3 Punkten in die Mannschaftswertung. Lina Bronni hatte sich mehr erhofft, am Ende standen für sie aber ordentliche 10,35 zu Buche. Als bei Erb gleich zu Beginn die Kürmusik ausfiel, herrschte Unruhe unter den zahlreichen Zuschauern. Vielen war nicht bekannt, dass sie die Kür ohne Musik weiterturnen musste. Sie meisterte dies professionell und ihr gelang die beste Kür des Tages. Mit neuem Element, einem Salto rückwärts mit Schraube, hatte sie mit 5,3 die höchste D-Note (Schwierigkeitswertung) aller Turnerinnen. Sie lag am Ende mit 13,2 Punkten weit vor der Konkurrenz und ihr Team nur knapp hinter Heidenheim.

Am Sprung fiel Neckarhausen mit hart bewerteten Handstützüberschlägen zurück. Erb (10,75), Sina Tittel (10,55) und Bronni (10,40) trugen zum Mannschaftsergebnis bei, wobei auch Lucie Rehm und Emily Gauder mit 10er-Wertungen auf gleich hohem Niveau sprangen.

Der Rückstand schien unproblematisch, da der Stufenbarren stets Punktelieferant war. Doch alle in die Wertung gekommenen Turnerinnen patzten. Tittel (7,75) musste einen Zwischenschwung einbauen, Erb (8,0) blieb mit dem Fuß am Holm hängen und Kim Ruoff, die angeschlagen nur an zwei Geräten turnen konnte, kam beim Bückumschwung nicht in den Handstand. Dennoch erzielte sie mit 10,0 Punkten die Tageshöchstwertung, da die elfjährige Bundeskaderturnerin den Rest ausgezeichnet turnte und mit der D-Note von 3,4 deutlich vor der Konkurrenz lag.



Kim Ruoff beim Minicelli am Schwebebalken.

Statt aufzuholen, vergrößerte sich der Rückstand vor dem Abschlussgerät, dem Schwebebalken. Nur absolut fehlerlos und mit Höchstschwierigkeiten, die die Gegnerinnen nicht zeigten, konnte es noch zum Sieg reichen; am Balken ein eigentlich unmögliches Unterfangen. Im letzten Qualifikationswettkampf kam keine ohne Sturz oder Abgang durch. Ruoff: „Nach unserem verpatzten Barren habe ich zu Johanna gesagt, dann turnen wir den Balken voll auf Angriff. Wir haben nichts mehr zu verlieren“. Was die begeisterten Zuschauer dann zu sehen bekamen, war höchstes Niveau in dieser Altersklasse. Bronni hielt mit sicheren 10,55 Punkten den TBN im Rennen und Erb turnte mit höchster D-Note (4,9) und 12,9 Punkten ihre bislang beste Balkenkür. Ruoff markierte als Schlussturnerin mit 13,15 Punkten die Tageshöchstwertung. Die Turntalente nahmen mit beeindruckend sicheren Sprungkombinationen und Strecksaltoabgängen ihren direkten Konkurrentinnen jeweils zwei Punkte ab und führten ihr Team mit in diesem Alter seltener Nervenstärke im letzten Moment zur Meisterschaft.

„Dass wir nach dem verpatzten Barren den Titel gegen diese Konkurrenz noch holen, hatte ich nicht mehr für möglich gehalten. Und ich habe schon einiges erlebt. Das war ganz großer Sport von allen unseren Mädchen“, resümierte Trainer Tittel den Wettkampf.


Abschlusstabelle STB-Nachwuchsliga 2013:

Platz

Team

Summe

Sprung

Barren

Balken

Boden

1

TB Neckarhausen I

127,90

31,70

25,75

36,60

33,85

2

SB Heidenheim I

126,35

31,30

27,85

33,05

34,15

3

TSV Berkheim I

126,10

32,55

27,00

34,15

32,40

4

SV Hülben I

118,45

32,10

24,65

27,90

33,80




10. November 2013: STB Nachwuchsliga - Team des TB Neckarhausen gewinnt vor heimischer Rekordkulisse und zieht ins Finale ein

Nachwuchsturnen auf höchstem Niveau bekamen die mehr als 150 begeisterten Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Beutwanghalle in Neckarhausen zu sehen. Nach spannendem Wettkampf landete der TBN vor Heidenheim, Wetzgau, Hülben und Pfullingen und ist damit nach den beiden Qualifikationswettkämpfen für das große Finale der Nachwuchsliga am 24.11. in Spaichingen qualifiziert. Die Nachwuchsliga ist die Bühne für die Spitze der neun- bis elfjährigen Leistungsturnerinnen, die zwischen vier und sechs Tage die Woche trainieren, aber für die aktiven Damenligen noch nicht startberechtigt sind.

Impressionen des Wettkampfs:
http://www.youtube.com/watch?v=zHV23805pZU

Galerie

Die Vorzeichen standen nicht auf Sieg. Kim Ruoff, aktuelle Bundeskaderturnerin des TBN, konnte aufgrund ihrer anhaltenden Kniebeschwerden nur am Stufenbarren starten. Lina Bronni, die ihr Team nicht im Stich lassen wollte, absolvierte stark angeschlagen einen kompletten Kür-Vierkampf. Sie hatte mit ihren gewohnt hohen Wertungen letztlich einen ganz entscheidenden Anteil am Sieg ihres Teams. Da von sieben gemeldeten Turnerinnen pro Gerät nur fünf starten dürfen und drei in die Wertung kommen, kam es auch auf die richtige Aufstellung an. Das Trainergespann um Talentschulleiterin Susanne Tittel, Boris Finsterbusch und Nicole Roth hatte ein glückliches Händchen, denn jede Turnerin kam mindestens einmal in die Wertung.

Am Startgerät, dem Sprung, setzte man sich zwar hinter Wetzgau, jedoch vor den am stärksten einzuschätzenden Gegner aus Heidenheim. Johanna Erb (10,85 Punkte), Bronni (10,60) und Lucie Rehm (10,40) brachten sauber ausgeführte Handstützüberschläge in den Stand und sorgten für einen sicheren Wettkampfauftakt.

Am Stufenbarren zeigte Ruoff ihre ganze Klasse. Mit Höchstschwierigkeiten und beeindruckenden 11,95 Punkten setzte sie ein Ausrufezeichen. Neben Erb (9,45) kam Sina Tittel, die ihre erste Nachwuchsliga-Saison turnt, mit starken 8,75 Punkten in die Wertung.

In olympischer Reihenfolge mussten die Mädchen an den Schwebebalken. Möglicherweise von der Zuschauerkulisse beeindruckt, gab es viele Abgänge zu verzeichnen. Einzig Erb blieb auf dem Balken. Sie holte sich mit sicherer Ausführung und der höchsten D-Note, dem Schwierigkeitswert, von 4,7 Punkten aller Teilnehmerinnen die Tageshöchstwertung (12,1). Noch mehr wäre drin gewesen, wenn Sie nach ihrem Strecksaltoabgang nicht den Boden mit den Händen berührt hätte, was als Sturz gewertet werden musste. Bronni konnte sich im Vergleich zum ersten Qualifikationswettkampf in Heidenheim nochmals trotz eines Abgangs um einen Punkt auf sehr starke 11,25 Punkte steigern und auch der zweite Youngster Maya Pulvermüller zeigte mit 9,6 Punkten, dass sie ihren Einsatz am Balken verdient hatte.

Mit knapper Führung im Rücken ging es an das Abschlussgerät, dem Boden. Hier verzauberten die TBN-Turnerinnen mit ihren individuell zusammengestellten Küren die Zuschauer. Emily Gauder (11,1) und Bronni (11,0) legten hier mit sehenswerten Darbietungen vor. Den Wettkampf für den TBN schloss Erb mit ausgezeichneten 12,15 Punkten, was letztlich reichte, um den Vorsprung vor Heidenheim mit nur 0,45 Punkten bei 129,2 Gesamtzählern ins Ziel zu retten.

Die Turnerinnen, die die Zwischenstände nicht kannten, waren überglücklich, als sie bei der Siegerehrung unter großem Jubel der Zuschauer erst zum Schluss aufgerufen wurden und von Landtagsmitglied Thaddäus Kunzmann die Siegermedaille überreicht bekamen. Erb wurde zusätzlich als drittbeste Vierkämpferin aufs Podest gerufen. Nach den zwei Qualifikationswettkämpfen beendet der TBN die Nachwuchsliga Süd mit 9 Tabellenpunkten punktgleich und der Winzigkeit von 0,75 Wertungspunkten hinter Heidenheim auf Platz zwei. Damit hat sich der TBN für das Finale in Spaichingen am 24.11. qualifiziert, in dem es für den Titelverteidiger gegen Heidenheim und die beiden Vertreter der Nachwuchsliga Nord, Berkheim und Holzgerlingen um die STB-Nachwuchsligameisterschaft geht.




13. Oktober 2013: STB Nachwuchsliga: TBN in Heidenheim auf Finalkurs

Die älteren Nachwuchsturnerinnen der Turntalentschule des TB Neckarhausen zeigten am letzten Sonntag in Heidenheim, dass auch in diesem Jahr mit dem letztjährigen Überraschungssieger der Nachwuchsliga des Schwäbischen Turnerbundes zu rechnen ist. In der Nachwuchsliga kämpft die Leistungsspitze der 9 bis 11 jährigen Mädchen, um sich später in den hohen Damenligen beweisen zu können.

Nachwuchsliga Team, Jahrgang 2002 bis 2004: (oben v.l.n.r.) Lina Bronni, Emily Gauder, Kim Ruoff, Lucie Rehm, (vorne v.l.n.r.) Sina Tittel, Maya Pulvermüller, Johanna Erb, Helena Jooss, Trainer Finsterbusch und Tittel.

Dass schon beim ersten der beiden Qualifikationswettkämpfe für das Finale ein zweiter Platz erturnt werden konnte, war für das Trainergespann Boris Finsterbusch und Sven Tittel eine Überraschung. „Wenn unsere Bundeskader-Turnerin verletzungsbedingt nur am Stufenbarren eingesetzt werden kann und zwei weitere Spitzenturnerinnen angeschlagen durch den Wettkampf müssen, hätte bei dieser Leistungsdichte das Finale auch ganz schnell erledigt sein können“, fasste Finsterbusch die schwierige Ausgangssituation zusammen. Zwischen dem Sieger aus Heidenheim und dem viertplatzierten Wetzgau lagen lediglich drei Punkte.

An jedem Gerät durften fünf der acht mitgereisten Turnerinnen eingesetzt werden, deren drei höchste Wertungen in das Mannschaftsergebnis einflossen. Der TBN startete mit den Bodenküren. Ausgezeichnete 11,85 Punkte erturnte Johanna Erb, die nach einer langwierigen Verletzung langsam zu gewohnter Stärke findet. Aber auch Lina Bronni ließ sich ihre Rückenbeschwerden kaum anmerken und kam mit 10,7 Punkten die Wertung, ebenso Maya Pulvermüller (10,65), die wie Sina Tittel (10, 15) ihre erste Nachwuchsligasaison turnt.

Am Sprung gelang Lina Bronni (11,25) die dritthöchste Wertung aller Turnerinnen. Auch Erb (10,7) und Lucie Rehm (10,3) kamen in die Wertung.

Am Stufenbaren zeigte sich, wie wichtig der Einsatz von Kim Ruoff zumindest an einem Gerät war. Mit 12,20 Punkten deklassierte sie die Konkurrenz. Auch Erb (9,2) und Bronni (8,4) trugen dazu bei, dass der TBN den Stufenbarren klar für sich entscheiden konnte.

Am abschließenden Schwebebalken fehlte Erb noch die nötige Sicherheit. Sie musste zwei Abgänge in Kauf nehmen. Auf Grund der hohen Ausgangswertung reichte es dennoch zu 10,75 Punkten, was ihr im Ergebnis den vierten Platz in der Einzelwertung des Vierkampfes einbrachte. Die starken Balkenübungen von Bronni (10,35) und Emily Gauder (10,05) reichten schließlich aus, um den SV Hülben, TV Wetzgau und den VfL Pfullingen in Schach zu halten.

Der TBN hofft nun, im Heimspiel am 10. November in Neckarhausen den Finaleinzug sichern zu können.

Auf youtube erhalten Sie hier Eindrücke vom Wettkampf:

http://www.youtube.com/watch?v=Avl6CrHVbYE
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http://www.youtube.com/watch?v=-d-gngPlbxM
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http://www.youtube.com/watch?v=dPlzzvfdFSw
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http://www.youtube.com/watch?v=JT4OxN4rrnY
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http://www.youtube.com/watch?v=lWQKZtHLm2c
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http://www.youtube.com/watch?v=AjycIGDRJE4

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http://www.youtube.com/watch?v=19cff28UjfU
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http://www.youtube.com/watch?v=6e2KzfoW8lc
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http://www.youtube.com/watch?v=XDjuhLURRxA
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Die Siegerinnen der Nachwuchsliga 2012 stellen sich vor:



Die Nachwuchsliga-Mannschaft auf dem obersten Podestplatz beim Ligafinale in Stetten.
Von Links: Lucie Rehm, Lara Gekeler, Carla Kehrer, Kim Ruoff, Lina Bronni, Johanna Erb, Annika Jooss, Emily Gauder, es fehlt: Lucie Stutz

Zur Abschlusstabelle 2012

Seit Bestehen der Nachwuchsliga belegte man immer einen der vorderen drei Plätze; zu Gold hatte es jedoch noch nicht gereicht, denn die Konkurrenz kommt z.B. aus Heidenheim, dem Kunstturnzentrum auf der Ostalb jenseits von Ulm – meist eine Klasse für sich. Das sollte sich am Samstag, 24. November in Stetten ändern:

Das Team trat voll besetzt mit acht Turnerinnen aus den startberechtigten Jahrgängen an: Lina Bronni (Jg2002), Johanna Erb (2003), Emily Gauder (2002), Lara Gekeler (2001), Annika Jooss (2001), Carla Kehrer (2001), Lucie Rehm (2002) und Kim Ruoff (2002). Durch hervorragende Ergebnisse in der Vorrunde ermutigt, gingen die Mädchen hochmotiviert, beherzt und mit einem vorsichtigen Blick auf den Sieg zu Werke.

Mit dem Sprung als erstem Gerät setzte man sich auch gleich dicht hinter der Hauptkonkurrenz Heidenheim auf Platz 2. Die sicheren Sprünge wurden mit guten Wertungen belohnt: Ruoff 11,50, Jooss 10,50, Bronni 10,10, Gekeler 9,75 und Rehm 9,00 legten für den folgenden Stufenbarren vor.

 Dort festigten die eingesetzten Mädchen den sehr guten Eindruck (Ruoff 10,85, Kehrer 7,65, Jooss 7,15, Gekeler 7,00, Erb 6,70), mussten jedoch auf den SB Heidenheim und auch die TSG Backnang Punkte abgeben. Besonders die herausragende Turnerin der Ostälbler setzte sich hier mit 11,30 Punkten eindrucksvoll in Szene.  

Die Wende kam am Schwebebalken: sensationelle Auftritte von Neckarhausen einerseits mit vier Wertungen über 11 Punkten (Ruoff 12,25, Gekeler 11,50, Jooss 11,25, Erb 11,00 und 10,40 für Kehrer mit dem einzigen Abgang. Und Abgängen bei der Konkurrenz gewann der TBN dieses Gerät mit fast 5 Punkten Vorsprung und damit auch den Wettkampf.  

Denn am abschließenden Boden ließen sich die ausnahmsweise von Nicole Gekeler betreuten Turnerinnen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und zeigten durchweg sichere, schöne und anspruchsvolle Übungen (Ruoff 11,60, Bronni 11,15, Jooss 11,05, Erb 10,90 und Gekeler 10,05).

Mit dem Gesamtergebnis von 126,55 Punkten und einem Vorsprung von 1,65 Punkten auf den Zweitplatzierten Heidenheim und 3,8 auf den Dritten Backnang, durften acht überglückliche junge Damen das höchste Podest besteigen. Kaderturnerin Ruoff hatte am Sieg wesentlichen Anteil und errang zusätzlich unter den Vier-Kämpferinnen Rang 2; aber auch Jooss konnte sich mit Platz 5 unter die Besten schieben. 




 

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